Der herzliche Familienbetrieb in Wald am Schoberpass


Der Betrieb in Wald am Schoberpass besteht seit 1750. Reinhard führt den Hof nun seit 1991 in der fünften Generation. Seine erste Frau Sylvia brachte 1993 vier Kinder in die Beziehung ein und gemeinsam bekam man noch zwei weitere, Gabriel und Anna Lena. Damals waren Milchkühe, Mutter-Schafe und Pferde am Hof. 2002 kamen die ersten 1.000 Legehühner auf den Hof. Die Tierhaltung machte Freude und Sinn, daher wurde der Schwerpunkt auf 2.000 Legehennen erweitert und eine kleine feine Direktvermarktung mit Eiern begann.


2011 war das Jahr der großen Veränderungen, als Sylvia nach kurzer Krankheit verstarb. Sohn Gabriel stieg direkt von der Landwirtschaftsschule als Stütze für Reinhard in den Betrieb ein. 2015 wurde noch einmal in einen weiteren Legehennenstall investiert und der längst fällige Schritt, sich biozertifizieren zu lassen gemacht. Inzwischen entdeckte auch Gabriela nicht nur ihre Leidenschaft für Reinhard, sondern auch für die Arbeit am Hof. So zog sie 2014 von Graz nach Wald am Schoberpass und baute als Quereinsteigerin die Direktvermarktung mit weiteren Produkten aus. Auch ihre vier Kinder fühlen sich wohl in der Patchworkfamilie und stehen hinter dem Biohof Greiml. Sie zeichnen sich u.a. verantwortlich für Marketing und Betreuung der Homepage.


Die Vielfalt der Urprodukte (Wald, Obstbäume, Beerensträucher, Bienen, Schafe, Fleischkühe, Wildtiere) und der Reiz, daraus veredelte qualitative hochwertige Schmankerl zu machen, ist der Antrieb am Biohof Greiml. Die Landwirtschaft ist in zwei Bereiche geteilt. Reinhard’s Sohn Gabriel hat die Verantwortung für die Mutterschafe und ab September 2020 auch für Milchkühe, die Legehennen und Bienen werden von Reinhard betreut und gepflegt. Gabriela produziert und vermarktet in Graz und betreut ihre Wachteln.


Die Philosophie am Biohof Greiml ist, stets offen für Neues zu sein und soviel Vielfallt wie möglich zu haben und leben. Der Alltag am Hof wird stark bestimmt vom Jahreskreislauf. Es gibt Arbeiten, die regelmäßig und täglich erledigt werden müssen. Diese Tätigkeiten sind vielleicht monoton, aber geben auch die Chance nachzudenken, still zu werden oder aber auch im Hintergrund einer Hörgeschichte oder dem Radio zu lauschen….


Die Vielfältigkeit hat zwei Seiten: Einerseits gibt sie die Freiheit, dass jeder Tag anders aussieht und jeder am Hof entscheiden kann, was neben der Verpflichtenden Arbeit noch erledigt wird. Andererseits hat sie auch die Tücke, das Gefühl zu haben „nie fertig zu sein“. Auf dieser „Schaukel“ setzt sich die Familie jeden Tag auseinander mit der persönlichen Motivation, der Arbeitseinteilung und der Fähigkeit, sich zu managen. Aber die Liebe, der Reiz und das Interesse zu ihrem täglichen Tun lässt sie viele Arbeiten auch als Hobby betrachten.


Das nächste Projekt ergibt sich mit der Entscheidung von Reinhards Sohn Gabriel, von Fleischkühen auf Milchkühe umzustellen. Für ihn, die Möglichkeit ausprobieren zu dürfen und herauszufinden, was ihm einmal für die Übernahme des Hofes wichtig ist und ob es auch so funktioniert. Gabriela und Reinhard ihrerseits möchten das in den letzten Jahren Aufgebaute gut festigen und ihren treuen Kundenkreis weiterhin mit hochwertigen Lebensmittel versorgen. Aber auch sie werden ihre Kreativität und Leidenschaft, Neues auszuprobieren, nicht ganz versiegen lassen. Die Liebe bei der Herstellung zeigt sich am Biohof Greiml ganz klar in der Qualität der Produkte. Und wer sie einmal probiert hat, kann dies nur bestätigen.

Biohof Greiml

Bilder (c) Freilichtmomente/GenussReich

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